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Medizin 4

Direktor:
Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt
Medizin 4, Uni-Klinikum

Weltdiabetestag am Uni-Klinikum Erlangen

Der Krankheit mit Forschung begegnen: Teilnehmer für klinische Diabetesstudie gesucht

Jeder kennt jemanden, der daran leidet – sechs Millionen Menschen sind in Deutschland selbst betroffen: Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt. Am Montag, 14. November 2016, ist Weltdiabetestag, traditionell am Geburtstag von Frederick Banting, der 1921 gemeinsam mit Charles Best das lebenswichtige Insulin entdeckte. Am Universitätsklinikum Erlangen steht der Tag in diesem Jahr im Zeichen der Forschung: Ärzte der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie (Direktor: Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt) starten mit einer klinischen Studie, mit der sie die Auswirkungen zweier Therapien auf die Nieren- und die Gefäßfunktion untersuchen wollen. Es werden noch Teilnehmer gesucht.

Nierenschäden sind eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes und betreffen sowohl Diabetiker des Typ 1 und Typ 2. Die Nieren sind der Reinigungsfilter im menschlichen Körper. Sie steuern die Bildung von Urin und führen über diesen Stoffwechselprodukte und körperfremde Substanzen ab. Für diese Filtervorgänge sind die Nierenkörperchen zuständig. Der durch eine Diabeteserkrankung chronisch erhöhte Blutzucker beschädigt die Innenwände dieser Gefäße, sodass in der Folge die Nierenfunktion abnimmt - Ärzte sprechen von einer Nephropathie. "Es gibt Medikamente, die Diabetiker gegen Nierenschäden schützen sollen. Unklar ist bisher, welche dieser Therapien am wirkungsvollsten ist. Das wollen wir mit unserer Studie herausfinden", erklärt Prof. Dr. Roland E. Schmieder, Oberarzt der Medizin 4 des Uni-Klinikums Erlangen. Die Forscher vergleichen die - in Deutschland zugelassenen - Medikamente Empagliflozin und Linagliptin mit Metformin und Insulin Glargin. "Wir untersuchen die Behandelten auf frühe Veränderungen an den Blutgefäßen, an der Nierendurchblutung und -funktion sowie auf die Wirksamkeit der Blutzuckersenkung. Langfristig möchten wir mit den Ergebnissen eine bisherige Erkenntnislücke schließen und Nierenerkrankungen bei Diabetikern minimieren", sagt Prof. Schmieder.

Probanden gesucht

Für ihre Forschung suchen die Mediziner noch Probanden, die an einem Typ-2-Diabetes leiden, seit mindestens zwei Monaten mit Metformin behandelt werden, einen BMI nicht höher als 35 haben und zwischen 18 und 75 Jahren alt sind. Die Patienten profitieren von einer umfassenden Gefäßuntersuchung ihrer Nieren, sie erhalten eine kostenlose Diabetesmedikation, Blutzuckerteststreifen, ein Messgerät für die Dauer von rund vier Monaten, alle Laborbefunde sowie eine Aufwandsentschädigung.

Informationen zur Studie

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Roland E. Schmieder
Telefon: 09131 85-36207
E-Mail: roland.schmiederatuk-erlangen.de

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