Chronische Nierenerkrankung

Medizin 4

Direktor:
Prof. Dr. med. Mario Schiffer

Bei der chronischen Nierenerkrankung (chronic kidney diesease CKD) handelt es sich um eine für mind. 3 Monate bestehende Beeinträchtigung der Nierenstruktur oder -funktion (nach KDIGO 2013). Die Schwere der Nierenfunktionseinschränkung wird durch die sogenannte Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) angegeben:

Stadium GFR (ml / min / 1,73 m2) Bezeichnung
1 > 90 normal
2 60–89 leicht reduzierte GFR
3a 45–59 mittelstark bis moderat reduzierte GFR
3b 30–44 moderat bis schwer reduzierte GFR
4 15–29 schwer reduzierte GFR
5 < 15 Nierenversagen

Symptome

Mit abnehmender GFR entstehen zunehmende Symptome einer Urämie (Harnvergiftung):

  • Ödeme
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Leistungsschwäche
  • Anämie
  • artielle Hypertonie
  • Pleuraergüsse, Perikarderguss, Herzrythmusstörungen

Therapie

Eine spezifische Therapie einer chronischen Nierenerkrankung existiert nicht. Im Vordergrund steht deshalb das Ziel, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion zu vermeiden. Hierzu beitragen können u.a. folgende Maßnahmen:

  • optimale Behandlung der Grunderkrankung
  • strenge Blutdruckeinstellung
  • Blutzuckereinstellung
  • Vermeiden nephrotoxischer Medikamente

Bei einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion muss frühzeitig eine Beratung bzgl. möglicher Nierenersatzverfahren erfolgen. Die Anlage eines Dialyseshunts sollte rechtzeitig erfolgen, damit er bei eintretender Dialysepflichtigkeit ausreichend ausgebildet ist.

 

 

 

 

 
 
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Zusammenfassung