Glomerulonephritiden

Medizin 4

Direktor:
Prof. Dr. med. Mario Schiffer

Die Gruppe der Glomerulonephritiden umfasst entzündliche und nicht entzündliche Erkrankungen, die vor allem die Nierenkörperchen (sogenannte Nierenglomeruli) betreffen. Die Nierenkörperchen sind eine komplexe Struktur mit mehreren unterschiedlichen Zelltypen, in denen der sogenannte Primärharn erzeugt wird. Daher können Erkrankungen der Nierenkörperchen schnell zu einem Nierenversagen führen. Häufig liegt als Ursache der Erkrankung ein immunologischer Mechanismus zugrunde. 

Die Glomerulonephritiden (GN) werden in primäre und sekundäre Formen eingeteilt. Hierbei handelt es sich bei primären GN um Erkrankungen, die sich ausschließlich an der Niere zeigen. Sekundäre GN beschreiben dahingegen eine renale Beteiligung bei Systemerkrankungen. Die Diagnose einer GN erfolgt über die Nierenbiopsie.

Formen

  • rapid progressive Glomerulonephritis (RPGN)
  • minimal change Glomerulonephritis
  • fokal-segmental-sklerosierende Glomerulonephritis
  • membranöse Glomerulonephritis
  • membranoproliverative Glomerulonephritis
  • IgA-Glomerulonephritis
  • postinfektiöse Glomerulonephritis

Symptome

  • oft unspezifische Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens und der Leistungsfähigkeit
  • Proteinurie
  • Mikrohämaturie
  • Ödeme
  • arterielle Hypteronie

Diagnostik

  • Labor incl. Antikörperdiagnostik
  • Urinsediment
  • Nierensonographie
  • Nierenbiopsie

Prognose

Die Prognose hängt stark von der Art der GN und dem Diagnosezeitpunkt ab. Bei frühzeitiger Diagnose sind sie gut behandelbar und haben dann oft eine gute Prognose. Bestimmte Formen der GN führen unbehandelt zum Verlust der Nierenfunktion und damit zu einer dauerhaften Dialysepflichtigkeit.

 
 
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Zusammenfassung