Pathophysiologie der Podozytenschädigung

Medizin 4

Direktor:
Prof. Dr. med. Mario Schiffer
Team AG Schiffer (v.l.n.r.): Alexandra Ohs, Haiyang Yun, Janina Müller-Deile, Mario Schiffer, Nina Sopel

 

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Signaltransduktionsprozessen in glomerulären Epithelzellen (Podozyten) die nach Stimulation mit diversen Rezeptor-Tyrosin-Kinasen induziert werden. Podozyten bilden zwischen ihren interdigitierenden Fußfortsätzen eine hochkomplexe Zell-Zell-Kontaktstelle, die Schlitzmembran, aus. Gemeinsam mit dem Kapillarendothel und der glomerulären Basalmembran bildet sie eine effektive Barriere für hochmolekulare Substanzen aus dem Blut. Die Schlitzmembran stellt sich als elektronendichte, reißverschlussartige Struktur dar und ist aus diversen transmembranären Molekülen (Nephrin, Neph1, Pcadherin und FAT) zusammengesetzt, die über Podocin und CD2AP am Aktin-Zytoskelett der Podozyten verankert sind.  Die molekulare Struktur der Schlitzmembran ist ein sehr reges Forschungsfeld und es werden kontinuierlich neue Komponenten identifiziert, die eine wichtige Rolle bei der Integrität dieser hochspezifischen Zellstruktur spielen.  Im Tiermodell führt eine genetische Ablation („Knock-out“) dieser Komponenten meist zu dramatischer Proteinurie und der Entwicklung einer Glomerulosklerose, die im terminalen Nierenversagen endet.  Unsere Arbeitsgruppe hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Adaptermolekülen und Signaltransduktionsmolekülen in Podozyten analysiert und hierzu jeweils stabile Podozytenzelllinien etabliert. Unter anderen haben wir defiziente Podozytenzellinien für das Adaptermolekül CD2AP, sein Paralog CIN85, sowie verschiedene Isoformen der Protein Kinase C (PKC α β, δ, e, i) und diverse Doppel- und Triple-Knockout –Linien stabil etabliert. Die mechanistische Aufklärung von Signaltransduktionsdefekten im Podozyten bildet den wesentlichen grundlagenwissenschaftlichen Schwerpunkt der Arbeitsgruppe. Daneben beschäftigen wir uns intensiv mit molekularer und zellulärer Urindiagnostik. Neben der klinischen Begutachtung des nativen Urinsedimentes führen wir spezifische Nachweise für glomeruläre Epithelzellen im Urin durch und analysieren die Expression spezifischer Markersubstanzen.  Im Tiermodell nutzen wir unterschiedliche Mausmodelle für Proteinurie und ein von uns etabliertes Proteinuriemodell im Zebrafisch.

 
Arbeitsgruppenleiter
Prof. Dr. med. Mario Schiffer, MBA
Visitenkarte
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Dr. med. Janina Müller-Deile
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Dr. rer. nat. Nina Sopel
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Dr. rer. nat. Beina Teng
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Haiyang Yun Ph.D.
Visitenkarte
Doktoranden

Marwin Gröner

Technische Mitarbeiter

Alexandra Ohs

Kooperationen
 
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Zusammenfassung