ADPKD Studie

Medizin 4

Direktor:
Prof. Dr. med. Mario Schiffer

Die autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist mit einer Prävalenz von 1:1000 die häufigste monogenetische Erkrankung. 50% der betroffenen Patienten mit ADPKD werden im Alter von ca. 60 Jahren dialysepflichtig. Dabei können die Krankheitsverläufe bei Patienten mit ADPKD, selbst im Vergleich zu betroffenen nahen Verwandten, sehr unterschiedlich sein.

Unser Studienzentrum ist eines der ersten Zentren in Deutschland, das sich mit dem Krankheitsbild ADPKD befasst hat. Seit 1997 ist das Studienteam aktiv an der Organisation und Durchführung klinischer Studien mit Patienten, die an ADPKD erkrankt sind, beteiligt.

Von 2007 bis 2015 nahmen wir als weltweit drittgrößtes Zentrum an der TEMPO-Studie (Tolvaptan Efficacy and safety in Management of Polycystic kidney disease and Outcome) teil. Im Rahmen dieser Multicenter-Studie konnte gezeigt werden, dass unter der Einnahme des selektiven Arginin-Vasopressin-(AVP)Typ-2-Rezeptor-Antagonisten Tolvaptan die Progression des renalen Zystenwachstums bei ADPKD-Patienten und die Abnahme der Nierenfunktion reduziert sind (Torres et al. NEJM, Dez. 2014). Basierend auf den Ergebnissen dieser Studie wurde 2015 Tolvaptan zur Therapie von ADPKD-Patienten im CKD-Stadium 1-3 in Europa und Canada zugelassen.

Zuletzt rekrutierte unser Studienteam Patienten für die REPRISE-Studie (Replicating Evidence Of Preserved Renal Function, An Investigation Of Tolvaptans Safety and Efficiency in ADPKD), eine doppelblinde Placebo-kontrollierte Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit von Tolvaptan bei ADPKD-Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung im späten Stadium 2 bis frühen Stadium 4.

Des Weiteren führen wir im Rahmen internationaler Kooperationen mit anderen Studienzentren Beobachtungsstudien bei Patienten mit ADPKD durch (z.B. Overture-Studie, EuroCyst-Studie). Diese Studien sollen uns helfen, Progressionsfaktoren und Biomarker zu identifizieren, um individuelle Krankheitsverläufe in Zukunft besser beurteilen zu können. Weiterhin kann durch die Identifizierung von Progressionsfaktoren ein Fundament für die Entwicklung neuer Therapieansätze gelegt werden.

Sollten Sie Interesse an einer Studienteilnahme haben, freuen wir uns sehr, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

 
Kontakt

Studienambulanz
Kreuzburger Straße 2
(im Gebäude des KfH, 1. OG, Zimmer 1.25)
90471 Nürnberg
Telefon: 0911 8001036
Fax: 0911 8001037

Studienleitung
Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt
Visitenkarte
Dr. med. Michael Leidig
Visitenkarte
Mitarbeiter
Claudia Donhauser
Visitenkarte
 
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Zusammenfassung